Aus dem Jahresbericht des Vorstands

IP-2026-Blaise-Menu (Foto: Mark Haltmeier)
Der Vorstand des SRPV trat 2025 sechsmal zusammen…
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Vorstandssitzungen
Der Vorstand des SRPV trat 2025 sechsmal zusammen, einmal in Genf, zweimal in Bern bei der EKS, einmal in Bern mit den Verantwortlichen der Weiterbildung, zweimal in Olten (im Anschluss an die Delegiertenversammlung) sowie anlässlich eines Treffens mit den Deutschschweizer Sektionsverantwortlichen/-präsidentinnen und schliesslich an einem Zoom-Meeting im November. Hintergrund dieser Treffen ist das Streben nach einem stärkeren nationalen Zusammenhalt nach dem Vorbild dessen, was in der Romandie seit vielen Jahren mit grossem Interesse und Beständigkeit praktiziert wird.

Delegiertenversammlung
An der Delegiertenversammlung vom 23. Mai 2025 in Olten hatte der Vorstand erneut sein Anliegen nach einer Erneuerung bekräftigt. Als wie zuvor sind wir (im Jahr 2026!) immer noch auf der Suche nach:
- einem Kassier oder einer Kassierin als Nachfolger/in von Arnold Wildi, bevor wir diese Aufgabe unter Kostenfolgen auslagern müssen;
- zwei bis drei Mitgliedern (darunter eines aus Zürich), damit sich die Mitglieder im Ruhestand (die sich in hohem Mass engagiert haben) nach und nach zurückziehen können.
Der SRPV steht vor grossen Herausforderungen hinsichtlich des Pfarrberufs, unabhängig von den Zugangsmodalitäten, hinsichtlich der anderen Kirchenämter und zur Umsetzung der kirchlichen Seelsorge: Es geht um eine umfassende Seelsorge, die in eine erweiterte Dynamik unter gemeinsamen Vorzeichen einzubinden ist, auch wenn der Weg dahin wegen der so unterschiedlichen Erfahrungen noch lang ist. Der SRPV kann hier ausgehend von der Erfahrung der französischsprachigen Schweiz (siehe dazu die Gliederung der Ämter in Pfarrerinnen/Pfarrer – Diakoninnen/Diakone – KatechetInnen – andere) einen verbindenden Trumpf ausspielen. Die Einbindung neuer Kräfte trägt dazu bei, den Institutionen neuen Schwung zu verleihen und die Sektionen und deren Verantwortliche zu unterstützen.
Die Generalversammlung bietet den Delegierten nach wie vor Gelegenheit, den Puls der Sektionen zu fühlen. Gleichzeitig ermöglichen die Treffen der Vorsitzenden dem Vorstand, die Gegebenheiten dies- und jenseits der Saane besser im Blick zu behalten.

Inter Pares
Das Jahr 2025 war ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unserer Kommunikation. Aufgrund des Beschlusses der Delegiertenversammlung sind wir zu drei digitalen Newslettern pro Jahr übergegangen, dazwischen erscheint im Herbst eine gedruckte Ausgabe von «Inter Pares». Parallel dazu haben wir unsere Website überarbeitet.
Neben dem Co-Präsidium (und da vor allem Verena Salvisberg, die einen wesentlichen Teil der Umsetzung des neuen Inter Pares / Newsletters übernommen hat), hat sich auch Jean-Eric Bertholet 2025 massgeblich an der Umsetzung des Newsletters und der jährlichen Printausgabe beteiligt. Wir haben den Eindruck, das Ergebnis stosse auf positive Resonanz.
Gemäss dem Beschluss der Generalversammlung haben wir drei Newsletter per E-Mail verschickt. Die Ausgabe vom 3. März enthielt einen Rückblick auf die Tagung 2024 in Kappel (Was bleibt der Uni?) sowie einen Bericht über das Treffen der europäischen Pfarrvereine. Dazu gehörten auch ein Terminkalender und eine Übersicht über die laufenden Angelegenheiten. • Der Newsletter thematisierte kurz vor den Sommerferien die Volkskirche und «Exnovationen» und die gedruckte Ausgabe brachte im Herbst einen Rückblick auf die Delegiertenversammlung und den Jahresbericht. • Der Newsletter vom 3. Dezember behandelte die Gesprächssynode der EKS, die Entwicklungen des Solidaritätsfonds und die Zürcher Überlegungen zur theologischen Verantwortung des Pfarrkollegiums gegenüber der Kirchenleitung. Alle Beiträge finden Sie auf unserer Website unter «Berichte».
Entgegen unseren Erwartungen müssen wir einräumen, dass die Website (noch) nicht der Ort für einen fruchtbaren Austausch von Ideen und Überzeugungen ist, trotz einiger etwas provokanter Versuche, darunter «Saving Private Ryan» oder «Keine Panik auf der Titanic». Kann sein, dass wir noch nicht den richtigen Ansatz gefunden haben. Wir sind uns bewusst, dass der Gedankenaustausch auf lokaler Ebene zwar stattfindet und dass – aller Bemühungen um Vernetzung zum Trotz –bestehende Grenzen zu überwinden, nicht so einfach ist. Es ist nach wie vor schwierig, die Kolleginnen und Kollegen für ein Tool zu begeistern, das ihnen allenfalls fremd erscheint und dessen Nutzung noch zu wenig intuitiv sein mag. Manchmal gelingt es, etwa beim Zürcher Vorschlag zur theologischen Verantwortung, doch ist das angebotene Format möglicherweise zu wenig ausgereift oder ambitioniert. Sehr hilfreich wäre es, wenn die Themen und Überlegungen im Laufe des Jahres systematischer (und spontaner) an den Vorstand des SRPV weitergeleitet würden.

Vorbereitungen für die Tagung 2026
Im vergangenen Jahr konnten die ersten Weichen für die für den 6. und 7. September in Montmirail geplante Tagung gestellt werden: «Pfarrer/in: ein Witz?!». Die Arbeit als Pfarrer/in zwischen Desillusionierung und Unbeschwertheit • «Alter Wein in neuen Schläuchen?» Diesmal geht es darum, den Austausch zwischen Generationen und Sichtweisen unter uns zu fördern und uns mit der Frage auseinanderzusetzen, welchen Einfluss Vorbilder und Gewohnheiten auf Veränderungsprozesse haben.

Uni – Pfarramt
Hier berichten wir über die Weiterführung der Aktion „Pfarrpersonen im direkten Kontakt mit Studierenden an Veranstaltungen der theologischen Fakultäten“
Die Tagung des SRPV in Kappel vom 22./23.9.24 zum Thema „Was bleibt der Uni?“ zeigte, die Beziehungen zwischen theologischen Fakultäten und Pfarrpersonen werden gesucht, manchmal gepflegt, manchmal vernachlässigt, erscheinen aber angesichts der nur mässigen Studierendenzahl, des Pfarrmangels und des Prestigeverlustes der Kirche in der Gesellschaft als überlebenswichtig. Das vom SRPV initiierte Projekt « Pfarrpersonen zurück an die Uni» hatte das Ziel, Pfarrpersonen, Studierende und universitäre Lehrkräfte an konkreten Veranstaltungen miteinander ins Gespräch zu bringen.
Dabei war zu entdecken, wie praktisches, theologisch inspiriertes Vorgehen und Lehre einander befruchten können. Das haben wir in den Gesprächen mit den Studierenden und Lehrenden klar feststellen können. Dass unser Vorgehen, Studierende (selber oft aus freikirchlichem Milieu stammend) anspornt, in den öffentlich anerkannten Kirchen (Landeskirchen) als Pfarrerinnen und Pfarrer zu arbeiten, ist eine berechtigte Hoffnung. Wir hoffen auch, dass das Echo dieses spannenden Verfahrens weitere KollegInnen anregt, von ihrer Praxis aus neu die Universitätstheologie und das Pfarramt in den Blick zu bekommen. Auch stellte eine Pfarrperson mit grosser Genugtuung fest, wie wohl es tue, in Distanz zur alltäglichen (heftigen) Tätigkeit, sich einen theologischexistentiellen Gesamtzusammenhang (erneut) ruhig bewusst zu machen. Ein weiteres Seminar, an dem sowohl (angehende) Theologen und (angehende) Psychologinnen teilnahmen, war eine glückliche und gewiss als solche beabsichtigte Kombination. Die beiden Professorinnen verstanden es, psychologisch und theologisch Existentielles mit Theoretischem zu verbinden. Das weitere Programm soll nun im FS 2026 weitergehen und über die schon kooperierenden Universitäten hinaus mindestens auch Bern und Genf miteinbeziehen.

Teilnahme an den Synoden der EKS
Zu erwähnen ist noch die Teilnahme unserer beiden Vertreter Hansjakob Schibler und Jean-Eric Bertholet, als Gast bei den Synoden der EKS mit ihren zahlreichen Themen, u.a. Grundlagen und Standards zum Schutz der persönlichen Integrität, die Assoziierungsvereinbarung mit der Swiss Church in London, Teilfinanzierung der Seelsorge für Asylsuchende in den Bundesasylzentren oder die Zusammenarbeit mit den drei Organisationen HEKS, Mission 21 und DM 1). Diese Teilnahme mit Gaststatus ermöglichten uns Pfarrvereins-Gästen eine Fülle von Kontaktaufnahmen und Begegnungen mit Synodalen so wie auch ein jährliches Treffen mit der EKS-Präsidentin Rita Famos.

Theologie und Verwaltung
Teilnahme am Fachausschuss CAS Verwaltungsleitung in der Kirche
Das Studium erlebt dank verschiedener Rückmeldungen und Wechsel in der Organisation verschiedene Anpassungen. Es ist nach wie vor auf gute Werbung angewiesen. Das Interesse der AbsolventInnen an theologischen Fragen, vor allem auch praktischer Art, ist ungebrochen und deshalb werden die entsprechenden Module erweitert.

Auf europäischer Ebene
Verena Salvisberg und Sibylle Peter haben an der Konferenz der europäischen Pfarrverbände in Michelsberg (Rumänien) teilgenommen. Sie fand vom 14. bis zum18 2). Juni statt. Arnoud van der Dejil sprach im Hauptreferat von den vergeblichen Bemühungen, als Pfarrer die Kirche zu retten! Auch im Programm: verschiedene motivierende Workshops. Die Frage nach der Perspektive einer neuen Pfarrgeneration bleibt wichtig. Die nächste Konferenz findet im Jahr 2028 in Finnland statt.
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Der Vorstand spricht all jenen seinen Dank aus, die in den Sektionen die Arbeit des SRPV nach besten Kräften begleiten – sei es aus nächster Nähe oder aus der Ferne – und verstehen, dass in der vielfältigen kirchlichen Landschaft der Schweiz Orte wie der unsere zum nationalen und regionalen Zusammenhalt sowie zum Verständnis für die Ausübung des Pfarramts und der Seelsorge der Reformierten Kirche beitragen.

Der Jahresbericht wurde von der Redaktion von Inter Pares leicht gekürzt.
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1) Zu all diesen Themen s. die entsprechenden Internetseiten der EKS
2) https://www.kep-pastores.eu/index.php/de/2025-michelsberg-ru-de-de

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