reformiert

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Der Kirchenbote hat Tradition<div class='url' style='display:none;'>/se/zh/</div><div class='dom' style='display:none;'>pfarrverein.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>14</div><div class='bid' style='display:none;'>48</div><div class='usr' style='display:none;'>1284</div>

Der Kirchenbote hat Tradition

Liebe Leserin, lieber Leser, hundert Jahre Kirchenbote – ein Anlass zum Staunen und natürlich zum Feiern. Ich staune, wenn ich überlege, wie unsere Welt im Jahr 1915, als die Zeitung gegründet wurde, wohl ausgesehen hat. Ich lese im statistischen Jahrbuch, dass es im Jahr 1915 in der Schweiz noch 1603 Postpferde im regulären Dienst gab – und 977 Postillione! Es war die Zeit mitten im ersten Weltkrieg. In diesem Jahr haben die Pfarrer (Pfarrerinnen waren noch undenkbar) der Züricher Landeskirche sich entschlossen, eine eigene Zeitung herauszugeben. Reformiert-kirchliche Informationen und Standpunkte wollten sie verbreiten und so die Ereignisse in Kanton, Land und Welt mit einer eigenen Stimme erörtern. 100 Jahre lang hat die Zeitung dies nun getan. Sie hat zwei Weltkriege begleitet, rasante technische Entwicklungen und geistige Revolutionen. Die Einführung des Frauenstimmrechts, die Ordination und Einsetzung von Pfarrerinnen, die Entstehung ökumenischer Beziehungen und interreligiöser Dialoge wären als Beispiele zu nennen. Und die Zeitung selbst hat sich auch verändert. Schon rein äusserlich ist sie kaum noch mit der Erstausgabe zu vergleichen – und einen neuen Namen hat sie auch bekommen. Aber immer noch ist der Pfarrverein in der Herausgeberschaft vertreten – allerdings nicht mehr allein, Synode und Kirchenrat tragen die Verantwortung mit. Der grösste Einschnitt war sicher die Umstellung vom „Kirchenboten“ auf „reformiert.“ Die Herausgeberschaft hatte mutig beschlossen, mit den reformierten Kirchenzeitungen anderer Kantone zu kooperieren. Und im Mai 2008 erschien die erste Ausgabe von „reformiert.“ – verantwortet von Zürich, Aargau, Bern und Graubünden. Befremdlich war für Viele das neue Format – zu gross und zu unhandlich kam es vielen Zürcher Leserinnen und Lesern vor – und auch der Name gab zu reden. Was soll der rote Punkt? Und warum nicht mehr „Kirchenbote“? Aber wenn man kooperiert, kann man nicht einfach die eigenen Vorgaben den anderen aufzwingen – es musste ein neues Erscheinungsbild erarbeitet werden, mit dem sich alle Partner arrangieren konnten. Unterdessen ist dieses kein Stein des Anstosses mehr. Aber „reformiert.“ ist ein kompliziertes Gebilde geblieben: Vier Trägerschaften, vier Redaktionen, vier Versionen des Produkts. Und doch: Es funktioniert! Es gibt Synergien! Und die Zeitung kommt an, gibt zu reden. Auch die anderen Medien in der Schweiz nehmen „reformiert.“ wahr, besonders wenn spannende Umfrageergebnisse veröffentlicht werden.
Unterdessen gibt es auch eine wunderbare neu eingerichtete Homepage, mit täglich neuen Artikeln und vielen anderen Angeboten – schauen Sie einmal herein: www.reformiert.info.
Als designierte Präsidentin der Zürcher Trägerschaft schaue ich optimistisch in die Zukunft. Wir sind auf gutem Kurs. Aber natürlich gibt es immer noch irgendetwas zu verbessern – und nach wie vor gilt es die gesellschaftlichen Entwicklungen kritisch und mit klarer reformierter Perspektive zu begleiten. Ich bin gespannt auf die neue Aufgabe
 
Autor: Evelyne Lott - Bereitgestellt: 11.04.2019 - Besuche: 11 Monat
aktualisiert mit kirchenweb.ch