Jahresbericht 2020

IP-2-2021-Hansjakob-Schibler (Foto: Mark Haltmeier)

Die Arbeit des Vorstands in diesem generell unvergleichbaren Berichtsjahr wurde vor allem geprägt von zwei Personalien und dann natürlich von Covid-19. Wegen der Pandemie wurden von 7 Vorstandssitzungen deren vier als Zoomkonferenzen durchgeführt.
Die Delegierten Versammlung, die normalerweise im Mai stattfindet, wurde erst auf den November verschoben und fand schlussendlich schriftlich statt. Dabei wurde Martin Hauser als neues Mitglied des Vorstandes ehrenvoll gewählt
Hansjakob Schibler
EKS
Die Rücktritte von Gottfried Locher und Sabine Brändli aus dem Rat der EKS, und vor allem die Begleitumstände bewegten und beschäftigten den Vorstand stark. (Das zeigte sich auch daran, dass zwei Nummern von inter pares die Ereignisse in der EKS zum Thema hatten.)
Mit Gottfried Locher hatte sich der Vorstand des Pfarrvereins regelmässig getroffen. Dabei ging es immer auch um die Rolle und den möglichen Einfluss des Vorstandes und der Pfarrpersonen, die er vertritt, in der EKS. Dass sein erstes Amtsjahr in der EKS, die man in Sion auch gebührend gefeiert hätte, mit diesem tragischen Zerwürfnis und Scheitern endete, ehe es richtig beginnen konnte, ist im höchsten Masse bedauerlich.
Mit der neuen Präsidentin des Rates, Rita Famos, wurde sofort der Kontakt aufgenommen, mit dem Wunsch, die Kontakte in der bisherigen Weise weiterzuführen und zu pflegen. Und wie es aussieht, ist dies auf guten Wegen.

Rücktritt von Sibylle Peter
Am 8. Oktober orientierte uns unsere Präsidentin, Sibylle Peter, über ihren Rücktritt. Sie wollte noch die Delegierten Versammlung leiten, die dann allerdings auf schriftlichem Weg stattfand, und dann per sofort zurücktreten. Ihre Begründung, für das Amt aus privaten, gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht mehr ausreichende Kapazitäten zu haben, stiess im Vorstand auf grosses Verständnis.
Mit Bedauern, aber auch dem anerkennenden Dank für die geleistete Arbeit, insbesondere für ihre Brückenfunktion zwischen Romandie und Deutschschweiz, überhaupt der besseren Einbindung der welschen Sektionen in unsern Verein, hat sich der Vorstand von ihr verabschiedet.

Synode der EKS
An den Versammlungen der Synode der EKS nahmen, live in Bern im Juni, und per Zoom im November jeweils 2 Delegierte des Pfarrvereins teil und wurden Zeugen des ganzen Ausmasses der oben angemerkten Begleitumstände. Dann aber auch der sehr ehrenvollen Wahl der neuen Präsidentin.

Begegnung mit den Bernern
Der ganze Vorstand traf sich im September in Bern mit den Vertretern des Berner Pfarrvereins zu einer den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gewidmeten Aussprache. Der Vorstand konnte sich, soweit ihm das nicht aus den eigenen Reihen schon vertraut war, über die Folgen der Veränderungen in der Berner Kirche ein Bild machen. Dazu gehörten vor allem die Hinweise, dass die Möglichkeiten
des Pfarrvereins, Einfluss zu nehmen, zwar beschränkt waren, aber da und dort wenigstens wahrgenommen wurden. Der Vorstand fand sich allerdings in dem Eindruck bestätigt, dass der Rückgang der reformierten Mitglieder in allen Landeskirchen ähnliche Probleme generiert. Und dass damit die Rolle der Pfarrperson, das Selbstverständnis des Berufes unter einen Legitimationsdruck gerät. Diesem Druck kann aber die Pfarrschaft nur gemeinsam standhalten.
Die Tagung, die diese Thematik hätte aufnehmen wollen, konnte im Berichtsjahr aus bekannten Gründen nicht stattfinden. Sie wird voraussichtlich um ein Jahr oder anderthalb Jahre verschoben.

Weiterbildung
Die alljährliche Sitzung mit den Weiterbildungsverantwortlichen fand als Zoomkonferenz statt. Sie hatte vor allem die Auswirkungen von Corona auf die Veranstaltungen zum Thema und die neuen Herausforderungen und Abgrenzungen gegenüber der neuen Organisationsform der EKS. Hier ist allerdings aus verständlichen Gründen noch vieles oder fast alles in der Schwebe. Nicht zuletzt deswegen, weil wir im Blick auf die Performance der Pfarrpersonen gemeinsame Interessen haben, zeigte sich einmal mehr, wie wichtig diese Vernetzung ist.

Delegiertenversammlung 2020
Nach der Corona-bedingten Verschiebung der DV konnte sie leider auch im November nicht in der gewohnten Form stattfinden. Sie wurde erstmals schriftlich durchgeführt. Neben der Wahl des neuen Vorstandsmitglieds Martin Hauser stand die Genehmigung von Rechnung und Budget auf der Traktandenliste. Die Delegierten konnten sich in eine Mailgruppe eintragen, in der Fragen gestellt
werden konnten. Der Kassier Arnold Wildi erklärte auf Nachfrage eines Delegierten den Budgetposten «Projekte/Aufträge». Er setzt sich zusammen aus einem Teil für die Bereinigung der Adressverwaltung und einem Teil für die Weiterentwicklung der Homepage.
Sieben von 18 Sektionen haben sich schriftlich gemeldet. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt, das Budget mit einer Enthaltung. Martin Hauser wurde einstimmig als neues Vorstandsmitglied gewählt.

Internationale Beziehungen – KEP
Der Vorstand der Konferenz europäischer Pfarrvereine (www.kep-pastores.eu) organisiert alle drei Jahre eine internationale Tagung. Die nächste wird im Juni 2022 stattfinden. Tagungsort ist der Liebfrauenberg im Elsass zum Thema «Interreligiöses Gespräch in Europa». Bereits jetzt haben die Vorbereitungen dafür angefangen. Bei der Organisation und Durchführung wird die KEP vom elsässischen Pfarrverein APAL unterstützt. Beide Vorstandstreffen der KEP mussten als Videokonferenzen durchgeführt werden, da Reisen quer durch Europa fast ganz unmöglich waren.
Im März wären wir eingeladen gewesen an die Jubiläumsfeier des französischen Pfarrvereins APF in Paris, auch dieser Anlass wurde abgesagt. Im September nahm Verena Salvisberg als Delegierte des SRPV und der KEP an der Mitgliederversammlung des Verbands deutscher Pfarrerinnen und Pfarrer in Leipzig teil.

Stiftung Pfarrsolidaritätsfonds
Leider verzeichnete die Stiftung Pfarrsolidaritätsfonds erneut einen Rückgang von Beiträgen gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnten mit einem Betrag von rund 168‘000 Fr. einige Kolleginnen und Kollegen aus der Westschweiz unterstützt werden.

Dachverband SozialdiakonIn
Hansjakob Schibler nahm an der Delegiertenversammlung teil, sie fand am 26. Oktober in Aarau statt. Dabei konnte er feststellen, dass die Krise, ausgelöst durch den «Beitritt» in die oder besser die Anbindung an die EKS und die Umstrukturierungen, die dabei anfielen, überwunden ist. Es ist jetzt wieder ein handlungsfähiger Vorstand eingesetzt, der die Geschäfte führt und die Interessen der Sozialdiakone wahrnimmt. Dass nicht alle landeskirchlichen Gemeinden und ihre Diakone dem Dachverband angehören, ist allerdings ein Mangel, den wir aber im Schweizerischen Pfarrverein ja auch aufweisen.

Fachausschuss CAS VLK
Hansjakob Schibler nimmt seit dem Ausscheiden von Werner Näf weiterhin diese Delegation wahr und beteiligt sich mit Gewinn, wie ihm attestiert wurde, an den Sitzungen zur Organisation der Ausbildung zur «Kirchenratsschreiber/in». Im Berichtsjahr ist der erste Kurs zu Ende gegangen. Die Diplomfeier, an der HJS hätte teilnehmen dürfen, konnte nicht stattfinden. Die ersten Feedbacks der ersten Absolventinnen sind eingegangen. Die Reaktionen darauf, entsprechende Veränderungen und die Organisation für die Ausschreibung eines neuen Kurses im Jahr 2021 wurden zügig an die Hand genommen. Dass wir im inter Pares gelegentlich darauf eingehen, wurde angedacht.
Bereitgestellt: 18.06.2021     Besuche: 38 Monat
 
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