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BE: Quartalsbrief auf Ostern 2020

IP-2-2020-Martin-Leuenberger<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>pfarrverein.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>77</div><div class='bid' style='display:none;'>3750</div><div class='usr' style='display:none;'>380</div>

Liebe Kollegin, lieber Kollege,
…aus der Routine gerissen, laufend Projekte sistierend, dem physischen Kontakt mit der Gemeinde entzogen… So finden wir uns im Pfarramt in einer Situation, die uns auf keine Erfahrungen zurückgreifen lässt.
Martin Leuenberger
Nach dem ersten Organisations-Effort möchte ich mich bereithalten für das, was kommen mag. Da wird es uns wohl brauchen als Zuhörende, Nachfragende, Aushaltende: als Seelsorgende.
Vielleicht hören wir in dieser Passionszeit leise die Worte von Gethsemane: „Bleibt bei mir, wachet und betet…“
Wir danken Euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, für (…) die Bereitschaft und den treuen Dienst im Verborgenen (…)

Über Spitäler, Armeeseesorge und Care-Team
An der Sektionspräsidienkonferenz vom 9. März wurde deutlich, wie restriktiv uns gegenüber manche Spitäler bezüglich Informationen sind. Da müssen wir hartnäckig dranbleiben: am besten als regionaler Pfarrverein. Erfahrung im koordinierten Vorgehen hat hier z.B. der PV Unteremmental (Pascal Ramelet).
Möglicherweise wird die aktuelle Krise dem Dienst der Gemeinde-Pfarrämter, die auch im Spital treu „nach den Menschen fragen“ (Vision 21), wieder mehr offizielle Wertschätzung bringen.
Wichtige Dienste von Pfarrpersonen an der Gesellschaft sind auch das Care-Team und die Armeeseelsorge. Dort engagieren wir uns als Pfarrverein für mehr strukturelle Unterstützung. Der Synodalratspräsident Andreas Zeller hat die Verbesserungen in diesem Bereich zu seinem Anliegen gemacht und eine breit abgestützte Arbeitsgruppe gebildet, in der wir durch den Präsidenten vertreten sind. (Unsere Postulate findest Du im Anhang.)
Ebenfalls an der Sektionspräsidienkonferenz zeigte sich, dass die Regelung, welches kirchliche Amt welche Amtshandlung vornehmen darf, unbedingt durchgesetzt werden muss. Die Rede war u.a. von einer Katechetin, die von sich aus Beerdigungen macht. Eine Trauerfamilie, die am darauffolgenden Sonntag im Gottesdienst vergeblich auf die Abkündigung wartete, trat sodann verärgert aus der Kirche aus.
Hier müssen wir den Synodalrat bitten, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um solche Kompetenzüberschreitungen zu verhindern.

KUW
Am Nachmittag des 9. März fand eine Tagung zur Zukunft der KUW statt. (…). (Es ist) eminent wichtig, dass wir als Expertinnen und Experten aus der Praxis die Entwicklung im Bereich Katechetik mitverfolgen und mitsteuern. Viel zu diskutieren gab das, was unter die Schlagworte „konsequente Subjektorientierung“ und „Teil-Verbindlichkeit“ fällt.

Auf kantonaler Ebene
Dieses Frühjahr wird das erste Sozialpartner-Gespräch stattfinden zwischen Pfarrverein und Synodalrat. Vermittelt hat es Daniel Wyrsch, der Geschäftsführer des BSPV. Die Treffen werden sodann in regelmässigen Abständen etabliert.
Verunsicherung brachte – nach einem weitgehend geglückten Übergang der Dienstverhältnisse im Januar - die überraschende Tatsache, dass gewisse Kolleginnen und Kollegen plötzlich statt einem mehrere neue Arbeitsverträge zu unterschreiben hatten. Wir kontaktierten deswegen den Arbeitgeber und den BSPV. Wir liessen uns versichern, dass dies organisatorische Gründe und keinerlei negative Auswirkungen habe – weder bezüglich Lohns, Pensionskasse und Sozialversicherungen, noch auf den Kündigungsschutz. Dieser ist bei jeder Teil-Anstellung vollumfänglich gewährleistet.

reformiert
Unabdingbar für die PR mancher Kirchgemeinde ist die Zeitschrift „reformiert.“.
Der Pfarrverein hat dort seit den Zeiten des „saemann“ – gegründet einst durch Pfarrerinitiative bzw. Pfarrverein – einen Sitz im Vorstand. Peter von Siebenthal nimmt aktuell dieses Mandat für uns wahr. Als Anhang zu dieser Mail macht er auf eine neue App aufmerksam. Auch bringt er dort unser Anliegen ein, dass wieder regelmässig „etwas Biblisches“ Platz findet.
Bleiben wir einander in diesen herausfordernden Zeiten geschwisterlich verbunden!
In diesem Sinne wünsche ich Dir im Namen des Vorstands viel Kraft, guten Mut und Geduld – und den österlichen Aufblick!

Mit kollegialen Segenswünschen
Der Vorstand

Martin Leuenberger, Präs

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Stellungnahme des Vorstands des PV BE-JU-SO zu Armeeseelsorge und Care Team

Armeeseelsorge (AS) und Care Team (CT) sind als Spezialseelsorge Dienstleistungen für die Menschen und die Gesellschaft. Anders als Spital-, Klinik- und Gefängnisseelsorge werden sie im Milizsystem geleistet. Refbejuso ist als Landeskirche aber auch hier vertraglich mit den staatlichen Organen verbunden.
In drei Bereichen braucht es bezüglich AS und CT von Seiten Refbejuso verstärktes Engagement:
Armeeseelsorge (AS) und Care Team (CT) sind als Spezialseelsorge Dienstleistungen für die Menschen und die Gesellschaft. Anders als Spital-, Klinik- und Gefängnisseelsorge werden sie im Milizsystem geleistet. Refbejuso ist als Landeskirche aber auch hier vertraglich mit den staatlichen Organen verbunden.
In drei Bereichen braucht es bezüglich AS und CT von Seiten Refbejuso verstärktes Engagement:
- Finanziell: Der Umgang mit den Geldern aus der EO ist transparent. Diese gehören dorthin, wo Stellvertretungen erfolgen müssen: also in die jeweiligen Kirchgemeinden. In Teilzeitverhältnissen werden sie anteilsmässig aufgeteilt. Erfolgt die Dienstleistung in der „Freizeit“, bedarf es adäquater Lösungen.
- Personell: Refbejuso sorgt für gute Rahmenbedingungen für Leute, die in AS und CT engagiert sind. Zusammen mit den betroffenen Kirchgemeinden, Pfarrpersonen, Kollegien und Regionalpfarrpersonen werden Stellvertretungskonzepte erarbeitet. Da wird auch die Verwendung der EO-Gelder geregelt. Das jeweilige Stellvertretungskonzept fliesst ein in die Stellenbeschriebe. Bei Teilzeitanstellungen braucht es diesbezüglich besondere Sorgfalt und Flexibilität.
- Ideell: Refbejuso anerkennt den hohen Stellenwert des Miliz-Engagements in unserer Gesellschaft: im demokratischen Staat, in unserer Kirche (!), und auch in der Armee. Refbejuso anerkennt die Kompetenzen und den hohen persönlichen Einsatz der Pfarrpersonen in AS und CT und ermöglicht Werbung für diese Dienste. Steht Refbejuso hinter AS und CT, verhalten sich die Mitarbeitenden in ihren diesbezüglichen Äusserungen loyal. Den Kirchgemeinden muss klar gemacht werden, dass sie keinen Alleinanspruch über die VDM haben und übergemeindliches Engagement zu diesem Beruf gehört.

Der Vorstand
Martin Leuenberger, Präs
Bereitgestellt: 12.06.2020     Besuche: 80 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch