Ehe für alle – Ist der Spaltung unter Pfarrpersonen genügend vorgebeugt?

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Der Vorstand reagiert mit Zustimmung, aber nicht ohne Sorge auf den Entscheid der AV des Kirchenbunds betreffend die Einführung der Ehe für alle in der Schweiz.
Hansjakob Schibler,
Mit dem Verweis auf das Schriftprinzip und auf das Liebesgebot Christi hatten sowohl Gegner wie Befürworter der Ehe für alle Petitionen und Eingaben an die Abgeordnetenversammlung eingereicht.
Im Ganzen hatten über 600 Pfarrpersonen auf diese Weise ihre Meinung dafür oder dagegen bezeugt.
Nachdem die Abgeordnetenversammlung ganz klar auch dem zweiten Punkt der Stellungnahme zustimmte, dass keine reformierte Pfarrperson je dazu verpflichtet werden könnte, eine entsprechende Amtshandlung (Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren) vorzunehmen, scheint der in den Medien etwas grosssprecherisch vorausgesagten Kirchenspaltung vorgebeugt worden zu sein.
Trotzdem macht sich der Vorstand des Pfarrvereins Gedanken zu der Situation, die nun, bevor die Ehe für alle auf nationaler Ebene überhaupt eingeführt ist, unter seinen Mitgliedern entstanden ist. Vor allem die oberflächliche Verknüpfung, dass wer nicht für die Ehe für alle ist, gleichgeschlechtlich orientierte Personen diskriminiert, kann er nicht ohne tiefgreifendere respektvolle Auseinandersetzungen gelten lassen.
Deshalb möchte der Vorstand Hand bieten, zum Beispiel bei einer künftigen Tagung über das Amtsverständnis, die Fragen und Argumente für oder wider Ehe für alle nochmals aufzugreifen und theologisch und pastoralpraktisch zu diskutieren.
Bereitgestellt: 19.11.2019     Besuche: 95 Monat
 
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