Konferenz der europäischen Pfarrverbände in Admont

Stiftsbibliothek<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>pfarrverein.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>3538</div><div class='bid' style='display:none;'>3530</div><div class='usr' style='display:none;'>464</div>

15. – 19. Juni 2019 fand in der österreichischen Steiermark die Konferenz europäischer Pfarrverbände statt
Verena Salvisberg,
Pfarrerinnen und Pfarrer aus Norwegen, der Niederlande, der Slowakei, Dänemark, dem Elsass, Österreich, Westfalen, Tschechien, Finnland, dem Rheinland, Thüringen, Ungarn, Polen, der Schweiz, Rumänien, Bayern und Frankreich, lutherische und reformierte, tagten vier intensive Tage lang, berichteten aus ihren Ländern, tauschten sich aus, hörten interessante Referate, genossen kulturelle Inputs, assen und tranken und feierten gemeinsam Abendmahl.

Ein wichtiger Teil war wie immer die Runde mit den Berichten aus den Pfarrvereinen. So verschieden die Verhältnisse in Europa auch sind, einige Themen kristallisierten sich als gemeinsame heraus, die Säkularisierung und die damit verbundene Verkleinerung der Kirchen, das Verhältnis von Pfarrerinnen und Pfarrern zur Kirche oder von den Pfarrvereinen zur Kirchenleitung, die Frage, wie man unter heutigen Bedingungen ein Leben lang gesund und fröhlich den Pfarrberuf ausüben kann und allerlei weitere Rahmenthemen wie Arbeitszeiterfassung und -strukturierung, geregelte Arbeitszeiten und Residenzpflicht.

Der Superintendent der Steiermark, Wolfgang Rehner, hielt im Gemeindegottesdienst im Dorf Admont die Predigt, am Nachmittag wusste er aus der Kirchengeschichte der Steiermark allerlei Wissenswertes zu berichten. Wir alle waren erstaunt, dass das katholische Österreich nach der Reformation grösstenteils protestantisch gewesen war. Einige Gemeinden in der Steiermark überlebten fünf Generation ohne Pfarrer, indem sie im Versteckten ihren reformierten Glauben pflegten.

Das Referat am Montag zum Thema «Mit Freude evangelischer Pfarrer in Europa sein» hielt der österreichische Bischof Dr. Michael Bünker. Am Nachmittag ging es weiter mit dem Referat zum Buch Jona durch den Alttestamentler Juraj Bandy aus der Slowakei.
Die Gattinnen zweier Kollegen, ausgebildete Kirchenmusikerinnen, gaben abends ein Orgelkonzert im Stift Admont. Ein Kollege bereicherte das Programm mit seinem Waldhorn.

Der Dienstag startete mit dem geschäftlichen Teil der Konferenz. Neu bilden die verschiedenen Pfarrvereine die Mitglieder der Konferenz, aus ihren Reihen wird das siebenköpfige Präsidium gewählt. Viele Stimmen aus der Versammlung betonten die Wichtigkeit, dass Osteuropa im Präsidium vertreten ist, ein Verein aus Deutschland sicherte zu, im Falle einer Wahl eines Pfarrers/einer Pfarrerin aus Osteuropa die Reisekosten zu übernehmen. Gewählt wurden die bisherigen Géza Sógor, Rumänien; Andreas Kahnt, Deutschland; Christen Staghøj, Dänemark; Sönke Frost, Österreich (Geschäftsführer); und die neuen Pieter Huiser, Niederlande; Jan Buncak, Slowakei und Verena Salvisberg, Schweiz.
Als Nachfolgerin des abtretenden Präsidenten Rinze Marten Witteveen wurde Verena Salvisberg aus der Schweiz bestimmt.

Am Nachmittag war dann das Programm etwas weniger kopflastig: nach dem Besuch der Stiftsbibliothek in. Admont, der grössten in Europa, ging es weiter in den Nationalpark Gesäuse, wo wir von einem Ranger des Parks herumgeführt wurden. Er wusste viel Interessantes über die Gegend und über sein Engagement als Bergretter zu erzählen. Die Tour endete auf dem Bergsteigerfriedhof und fand ihren fröhlichen Abschluss im Jontal in der Wirtschaft zum Donner bei Speis und Trank und Liedern, die alle aus ihren Ländern mitgebracht hatten.
Nach dem gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst am Mittwoch hiess es letzte Verabredungen zu treffen für gegenseitige Besuche und Abschied zu nehmen.
Bis in drei Jahren, an der nächsten KEP-Konferenz!
Bereitgestellt: 03.07.2019     Besuche: 3 heute, 36 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch